Geschichten verschwinden nicht einfach. Oft bleiben sie – manchmal unsichtbar – in Familiengeschichten, Biografien und ganzen Gesellschaften erhalten. In ihrem neuen Buch geht Marta Marková diesen verborgenen Verbindungen nach.
In „In den Mühlen der ‚Umvolkung‘“ spinnt die Autorin die Fäden nach, die – wie ein unsichtbar gewordenes Spinnennetz – die tschechische Gesellschaft bis heute durchziehen. Das Buch führt von der im Detail nachrecherchierten Geschichte der drei jüdischen Familien Schostal, Mowschenson und Teltsch über wahnwitzige Verstrickungen des Geheimagenten K und die Samtrevolution bis in die Gegenwart und zeigt, wie auch die Nachkriegsgeneration von den Geschehnissen der NS-Zeit geprägt ist.
Im Rahmen der Veranstaltung liest Marta Marková aus ihrem Buch und gibt Einblicke in ihre Recherchen. Bereits während der Lesung und im anschließenden Gespräch besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und gemeinsam über Erinnerung, historische Verantwortung und die Spuren der Vergangenheit in der Gegenwart zu diskutieren.
Marta Marková ist Kulturpublizistin und Autorin, geboren in Spieglitz in der damaligen Tschechoslowakei und seit 1980 in Wien lebend. Zu ihren bisherigen Publikationen zählen unter anderem „Familienalbum. Erzählungen aus Mähren und Böhmen“ sowie „Auf Knopfdruck. Vienna Postwar Flair“.
Moderation: Elisabeth Fleischanderl, Vorsitzende der Sozialdemokratischen Freiheitskämpfer:innen Tirol.
Donnerstag, 23. April 2026, 19:00 Uhr
Liber Wiederin, Erlerstraße 6/13, 6020 Innsbruck
Eine Kooperationsveranstaltung des Renner Instituts Tirol, der Sozialdemokratischen Freiheitskämpfer:innen Tirol und der Buchhandlung Liber Wiederin.
